Katarina Barley: Brüssel

Katarina Barley: Brüssel


Nach den fürchterlichen Anschlägen in Brüssel richtet Katarina Barley folgenden Brief an alle Mitglieder:

Wir trauern um über 30 Menschen, die ermordet wurden. Um ihre Familien und Freunde und ihren furchtbaren Verlust. Um hunderte Verletzte. Fassungslosigkeit angesichts des Wahnsinns, der in Brüssel gewütet hat. So wie vor wenigen Monaten in Paris.

Viele empfinden auch Wut über die sinnlose Brutalität – und Angst, dass so etwas wieder passieren wird. Auch mir geht es so. Wut darf aber nicht unser Handeln bestimmen, denn sie könnte zu unüberlegten Entscheidungen führen. Und Angst ist nur dann hilfreich, wenn sie uns wachsam sein lässt – und nicht lähmt.

Lähmende Angst zu verbreiten ist das Ziel der Mörder. Sie wollen unsere freie Gesellschaft zerstören. Sie hassen Demokratie, Toleranz, Weltoffenheit. Und darum werden sie kolossal scheitern. Denn ich bin sicher: Unsere Werte und unsere Freiheit sind stärker als jede Hass-Ideologie. Und wir werden sie verteidigen.

Die Mörder hassen auch eine Gesellschaft, die zusammenhält. Sie wollen spalten. Wir werden das nicht zulassen. Sigmar hat lange dafür gekämpft, dass wir investieren in den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Es geht um mehr Kitaplätze und bezahlbare Wohnungen für alle. Um bessere Arbeitsförderung für Flüchtlinge und für Langzeitarbeitslose. Um Sprach- und Integrationskurse. Und um den Aufbau einer Mindestrente. Das sind Aufgaben, die wir jetzt anpacken müssen, denn die hohen Haushaltsüberschüsse geben uns den Spielraum.

Und Sigmar hat sich gegen Schäuble durchgesetzt. Darum können wir im kommenden Jahr über fünf Milliarden Euro zusätzlich in den wichtigen gesellschaftlichen Fortschritt investieren. Ein wichtiger Erfolg, der Einstieg zum Solidarprojekt.

In den kommenden Osterfeiertagen sollte Politik aber ganz weit weg sein. Dass Du eine gute, erholsame und friedliche Zeit mit Deiner Familie oder mit Freunden verbringen kannst – mit Menschen, die Dir wichtig sind. Das wünsche ich Dir.

 


Es grüßt Dich herzlich
Katarina Barley
 Katarina Barley

 

Oktober 24, 2017
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