SPD Landesvorsitzender Jens Guth: Keine Vertreter der AfD in Wahl-Talkshow

SPD Landesvorsitzender Jens Guth: Keine Vertreter der AfD in Wahl-Talkshow

Der SPD Landesvorsitzende Jens Guth schreibt in einem Newsletter:

Wir begrüßen ausdrücklich die Entscheidung des SWR, keinen Vertreter der AfD in die Wahl-Talkshow einzuladen. Wir Sozialdemokraten wollen den menschenverachtenden Parolen der AfD keine Talkshow-Bühne bieten. Das gebietet die deutsche Geschichte und insbesondere die historische Tradition der SPD im Kampf gegen Rechts

Talkshows haben die AfD erst stark gemacht. Rechtsextreme AfD-Funktionäre wie Höcke – mit Parolen wie wir sie seit über 70 Jahren nicht mehr gehört haben – haben erst durch Fernsehauftritte jene traurige Bekanntheit erlangt, mit der sie nun das Erstarken der AfD befeuern. Talkshows, die die Arbeit mit Bildern begünstigen und Argumente oftmals in den Hintergrund treten lassen, kommen der radikal vereinfachten, bildlichen Arbeitsweise von Populisten entgegen.

Entlarvend ist, dass die CDU erwägt, an der Talkshow nur teilzunehmen, wenn unter anderem Rechtspopulisten von der AfD dabei sind. Wir hingegen bekämpfen die AfD sachlich und argumentativ im Wahlkampf: vor Ort im Wahlkreis, wo es um Fakten, Argumente und handfeste Politik geht, an Infoständen oder beim Haustürwahlkampf. Das ist der richtige Ort dafür. Unser klares Ziel ist, dass die AfD nicht im Landtag von Rheinland-Pfalz vertreten sein wird.

Die AFD ist rechtspopulistisch und rassistisch. Sie ist in das rechtsextreme Spektrum abgeglitten. Sie hetzt gegen Minderheiten und ist im Kern gewalttätig und hasserfüllt. Das belegen viele Zitate und das Verhalten auf Demonstrationen. Der Bundesvorstand der AfD toleriert dieses Verhalten. Nicht ohne Grund bezeichnet der frühere AfD-Funktionär Henkel die Partei als Monster.

Solidarische Grüße
Jens Guth
Landesvorsitzender

Oktober 24, 2017
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